FAQs Anfänger

Lernen ohne Noten?

Für Lernen ohne Noten ist zwar das Unterrichtsmaterial aufwendiger, aber möglich und für Anfägner eigentlich auch sinnvoll und effektiv.
Bevor es zu Notenkenntnissen geht, ist es ohnehin viel wichtiger, Verständnis für Rhythmus zu erlernen oder Spass an ersten Grooves/Beats zu haben.
Noten kann und sollte dann jeder ganz einfach nebenbei lernen.

Viele Hobbymusiker z. B. am Schlagzeug erreichen übrigens meist eigentlich gar nie  den Spiellevel, wo Rhythmen oder Drum-Beats so komplex sind, dass richtige Noten wirklich das Lesen erleichtern. Nichts desto trotz ist aber das Wissen und Hörenerkennen der restlichen Musiktheorie wie Taktarten, Zählen und für Melodieinstrumente die Tonhöhennamen stark von Vorteil. Wer ernsthaft und vor allem effektiv an seinem Instrument immer weiter und weiter kommen will, wird aber irgendwann weder an richtiger Rhythmiknotation noch an Tonhöhennoten vorbeikommen.

Alter zum Beginnen

Wie alt sollte man sein?

Man kann als Rentner genauso mit dem Schlagzeug spielen beginnen wie als Kind. Der früheste Zeitpunkt ist jedoch dann gekommen, wenn das Equipment körperlich erreicht und beherrscht werden kann. Auch aus diesem Grund wurde meist ein frühestes Einstiegsalter von ca. 10 Jahren empfohlen.
Da es heutzutage eine immer bessere Auswahl an Junior-Drumkits gibt (siehe Kaufberatung „Kleines für Kleine“), spielt das Alter diesbzgl. keine wirkliche Rolle mehr.

So früh wie möglich bzw. schon vor dem Schulalter zu beginnen, kann auch nicht pauschal empfohlen werden. Grundsätzlich hängt dies sehr starkt davon ab, wie in welcher Form im jeweiligen Umfeld musiziert wird – oder eben womöglich keiner musiziert oder nicht die Musikstilistik, die einen motiviert. Ansonsten sollte dies besser im Rahmen von Probestunden bei verschiedenen Lehrern ausprobiert werden, da auch hier gute Methoden und die „Chemie“ manchmal mehr darüber entscheiden, ob ein Kind am Trommeln Spass hat, „d´ran“ bleibt und voran kommt, als z.B. Talent oder Reife.
Dennoch kann insbesondere bei unter 6jährigen Trommeln im Rahmen von musikalischer Früherziehung etc. erst mal die richtige Wahl sein. Zum Drumset kann man dann immer noch wechseln.
Die Voraussetzung lassen sich also nicht einfach nur vom Alter abhängig machen, auch hier gilt „Probieren geht über Studieren“.

Und Erwachsene?

Es ist schon so, dass Erwachsene nicht mehr so locker und spielerisch lernen wie Kinder. Dies bedeutet aber nicht, dass man (zu) langsam lernt. Erwachsene können Vieles aus anderen Bereichen übertragen und sind (hoffentlich?) zielstrebig(er). Wenn ein Erwachsener wirklich will, Spass am musizieren hat und sich die Zeit nimmt zum regelmäßigen Üben, ist ein Einstieg im Erwachsenen- oder Seniorenalter kein nennenswerter Nachteil. Hat er/sie schon ein anderes Instrument gespielt, fällt es umso leichter. Natürlich sollte man dennoch mit fortgeschrittenerem Alter nicht mehr davon ausgehen, große Karriere als virtuoser Berufsmusiker zu machen, da die meisten dafür 10 bis 20 Jahre intensiv üben und lernen mussten. Dem gemeinsamen Musizieren in einer Band und dem auch authentischen Umsetzen von Songs spricht aber nichts dagegen – guten Unterricht und/oder entsprechendes Lehrmaterial vorausgetzt.

Entscheidend ist also nicht das Einstiegsalter, sondern wie intensiv man sich für Musik interessiert und sich damit beschäftigt – also letztlich wie gut und wieviel man übt bei durchschnittlichem Talent für Motorik und Rhythmus. Nicht zu vergessen ist natürlich dabei ein Umfeld, in dem Musik(machen) möglichst zum Alltag gehört wie z.B. auch das möglichst zeitige Spielen in einer Band!

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